::Geschichte des Hauses

Das Gebäude, in dem die Altenbegegnungsstätte ihr Domizil hat, ist ein altes und steht unter Denkmalschutz. Durch eine moderne Lichtanlage und eine moderne Ausgestaltung ist es freundlich und einladend.

Die Geschichte des Hauses:

1839: Mädchenbürgerschule (1876: Umzug in die Bürgerschule)

 

1876 – 1961: Warteschule des Asmussen-Woldsen-Vermächtnisses (30-40 Kinder besuchten diesen Kindergarten täglich und erhielten mittags einen Teller Suppe)

 

1961 – 1972: Rentamt des Kirchenkreises / Nähstube

 

Jan. 1973 – Ende 1975: Mütterschule (die heutige Familienbildungsstätte)

 

Seit September 1976 Altenbegegnungsstätte

 

Baugeschichte:

 

1839 wurde das Gebäude Norderstr. 2 in Husum im Klassizismus, dem dänischen "Staatsstil" von Wilhelm Friedrich Meyer als Mädchenelementarschule erbaut. Dieser war ein Schüler des berühmten dänischen Architekten Christian Frederik Hansen, von dem die Pläne für die Husumer Marienkirche stammen.

Beherrschendes Stilelement ist ein mächtiges dorisches Portal. Mit seinem Gebälk stößt es weit in die Dachzone hinein. Auf beiden Seiten flankieren jeweils zwei Fenster das Portal. Zur Norderstraße gliedert sich die Fassade in zwei Geschosse mit fünf Fensterachsen im Erdgeschoss und 3 im oberen Teil.

Wilhelm Friedrich Meyer war einer der bedeutendsten höheren Baubeamten, die im Herzogtum Schleswig unter dem Landbaumeister C.F. Hansen tätig waren. Er wurde am 15. Oktober 1799 in Kopenhagen geboren und wurde Bauinspektor in Schleswig. Seinerster bekannter Auftrag war 1827 die Orangerie für Schloß Glücksburg. In Husum baute Meyer außerdem 1842 das Haus Süderstraße 14 als Dienstwohnung für den Subrektor der Gelehrtenschule. Meyer starb am 17.1. 1866 in Schleswig.

Der Einfluß seines Lehrers C.D., Hansen auf seinen Baustil ist unübersehbar. Doch während der Lehrer die verputzte Fassade bevorzugte, zog der Schüler den sichtbaren Backsein vor. Ein Haus in Rotstein muss in jener Zeit in der Stadt für Aufsehen gesorgt haben.

Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. 2oo2 wurde es zur Norderstr. hin baulich insofern verändert, als dass ein Fenster gegen einen behindertengerechten Eingang getauscht wurde. Architektonisch ist diese Arbeit so gelungen, dass ohne vorheriges Wissen nichts anderes vermutet werden würde.

 

::Bilder des Hauses